Geschrieben von: LoBrix   

Ein Problem, dass jedem erfolgreichen Manager geläufig ist: Wohin mit den überschüssigen Moneten?

 

         

 

Bei 90-M fällt die Antwort leicht. Die Bank zahlt runde 3% Zinsen – pro Woche versteht sich. Vom Rest kauft man Spieler aus dem Ausland ohne Erfahrung, deren Talentskill nach wenigen Wochen von 9 auf 1 fällt.

Kleinere Beträge im vier- bis sechsstelligem Bereich verjubelt man mit großem Vergnügen im Salon Monika.
  Wie sieht es aber im richtigem Leben aus, wenn der Liquiditätsüberschuss drängt und das nächste Monatsgehalt schon wieder auf das Konto fließt, obwohl jenes vom Vormonat noch nicht einmal zur Hälfte verbraten werden konnte?

Ein Problem, dass fast jedem Leser geläufig ist, oder etwa nicht!?

Wohin also mit den überschüssigen Moneten?



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Goldbarren? Die vom letzten Jahr sahen zwar ganz nett aus, wurden aber leider vom Einbrecher mitgenommen. Immerhin hat der Kerl ein paar Tage später noch ein Dankesschreiben geschickt.

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Noch mehr Aktien? Das Depot wird schon von General Motors, Kinowelt, Hypno Real Escape und British Petroleum geschmückt. Das sollte reichen.

Die Sparkasse? Die zahlt runde 0,3% Zinsen – per anno versteht sich.

Nein! Am sichersten legt man sein Geld aktuell beim Buchmacher an. Damit meine ich nicht die Buchmacher Raff&Gier oder Topfset, die mit Quoten von z.B. 1,2/1,4/1,1 auf WM-Spiele jedem Tipper die Tränen in die Augen treiben.

  Der kluge Manager leistet sich einen Account bei einer britischen Wettbörse, an welcher die britischen (also echte!) Buchmacher ihre Wetten kaufen, verkaufen und rückversichern. Dort sind Quoten von 2,6/3,2/3,2 nichts Ungewöhnliches, für ein 0:0 kann man schon einmal den elffachen Einsatz kassieren und für Brasilien gegen Chile 3:1 wurde eine Quote von 32 angeboten (Warum ist diese blöde Spiel bloß 3:0 ausgegangen? – Arghh!)

Sehr lohnend ist es, gegen das englische Team zu wetten. Die britischen Zocker sind zwar meist sehr objektiv, aber wenn es um ihre eigenen Mannschaften geht, glauben sie eher ihrer eigenen Boulevardpresse.

Leider geht das wieder erst in zwei Jahren bei der nächsten EM...

Soweit der aktuelle Bericht von LoBrix, der zur Zeit nicht auf der Ersatzbank sitzt, sondern sich vor der Kroatischen Wettmafia versteckt. Die ist leicht verstimmt, weil seine Mannschaft als Tabellenzweiter gegen den Tabellenletzten Onionkickers mit 0:7 verlor.

Trost schenkt ihm ein Wettschein in seiner Tasche, der ihm 230:1 zahlt. Falls Ghana Weltmeister wird.





Mit sportlichem Gruß



LoBrix